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Alltagsrisiken
Unfallversicherungen für Beruf, Freizeit und Hoby
Den Spaß am Leben und Beruf sichern
Geboren um zu Leben
Kinder richtig versichert
KiKo-Konzept
Klauseln & Definitionen
Eigenbewegung, was ist das?
Qualität ist Trumpf
sehr preistwerter schutz im alter
Senioren-Unfallversicherungen
Pflege-Unfallrente, ab ca. 55. Lebensjahr
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Ist eine Unfallversicherung sinnvoll?

Die private Unfallversicherung ist meistens sehr günstig und kann in jedem Alter abgeschlossen werden, bei einigen Versicherer jedoch mit Einschränkungen. Besonders wichtig sind Kinderunfallversicherungen oder bei risikofreudigen Hobbys oder Berufe. Eine Unfallversicherung kann sehr sinnvoll sein, sofern die Vertragsbedingungen und Leistungen entsprechend gut sind. Aus eigener Erfahrung sind über 80% der uns vorliegenden Verträge nur bedingt oder garnicht empfehlenswert.


Beispiel: Durch Tierbisse geschädigt
Hund hat Kind gebissenKampfhund zerbeißt 9-Jährigen
Berliner Kurier, 20.10.2010

Nicht nur ein Kampfhund ist gefährlich, auch kleine, niedliche Hunde können Personenschäden verursachen. So wurde im Jahr 2005 der 2-jährige Sohn einer Mandantin der Kanzlei Heidekamp vom Hund einer Nachbarin ins Gesicht gebissen. Trotz Pflichtgesetz zur Hundehaftpflichtversicherung haben heute immer noch viele Hundehalter keine Hundehaftpflichtversicherung. Selbst wenn eine Tierhalterhaftpflichtversicherung besteht, bedeutet es nicht, dass diese auch zahlt, denn es muss immer eine Schuld vorliegen. Besteht keine Schuld, gibt es weder Geld noch Entschädigung. Besonders Kinder, die das gesamte Leben noch vor sich haben, sollten unbedingt eine sehr gute Unfallversicherung besitzen. Manchmal kann auch aus einem harmlosen Streicheln eines Tieres ein Unfall mit Folgen daraus werden. Unsere Mandantin erhielt Invaliditätsleistungen für das Kind, zusätzlich Krankenhaustage- und Genesungsgeld für Sohn und Mutter aufgrund der "Rooming-In-Leistung“. Eine Kinderunfallversicherung ist aus unseren Erfahrungen sehr wichtig. Es ist jedoch zu berücksichtigen, das die Unfallversicherungen hier sehr große Bedingungsunterschiede aufweisen. So sind z.B. Infektionen aufgrund von Tierbisse eher selten versichert (unabhängig vom Zeckenbiss).



Auf was müssen Sie achten und welche Nachteile können Unfallversicherungen haben:

• Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr sind nicht empfehlenswert
Gern werden diese Unfallversicherungen mit „Prämienrückzahlungsoptionen“ vereinbart. Meistens sind diese Versicherungen bekannt unter dem Namen „Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr“. Diese Kombinationsart ist Augenwischerei. Prämien werden weltweit von keiner Versicherung zurück gewährt – das geht rein rechtlich und mathematisch nicht. Richtig würde es lauten z.B. „Guthabenauszahlung in Höhe der Prämien“. Alle Unfallversicherung mit „Prämienrückgewähr“ haben entweder eine Lebensversicherung als zweiten Vertrag enthalten oder es werden zusätzlich Beitragsanteile erhoben für eine Überschussverwendung die am Ende der Laufzeit ein Kapitalauszahlung in Höhe der eingezahlten Prämien entspricht. Viel besser ist es, eine richtige Unfallversicherung mit guten Leistungen zu wählen und den Sparanteil selber und extra zu wählen. Oft sind die Leistungen der „Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr“ nur bedingt oder gar nicht empfehlenswert.


• Unfallrenten-Versicherungen sind nur sehr bedingt empfehlenswert
Sogenannte Unfallrenten-Versicherungen sind nicht zu empfehlen. Überwiegend werden erst Leistungen erbracht ab 50% Invalidität. Besteht eine Vorerkrankung muss man den Mitwirkungsanteil noch berücksichtigen (meistens bei 25%). Eher selten werden Leistungen erbracht. Wesentlich besser ist es eine höhere Grundinvaliditätssumme mit 350% Progression zu wählen.

Beispiel: bei einer Grundinvaliditätssumme von 100.000 Euro erhält die versicherte Person bereits ab einer Invalidität von 50% insgesamt 100.000 Euro. Bei einer angenommenen Wertentwicklung von 6% p.a. sind das umgerechnet 500 Euro monatlich und die versicherte Person hat auch noch die 100.000 Euro auf seinem Konto. Sollte die Invalidität unter 50% betragen, so hat die versicherte Person bereits Leistungsanspruch ab 1% Invalidität. Zum Vergleich eine Unfallrentenversicherung: bei einer Invalidität von 50% bekommt die versicherte Person monatlich 500 Euro. Die Kapitalsumme von 100.000 Euro bleibt bei der Versicherungsgesellschaft, ist die Invalidität kleiner bekommt die versicherte Person gar nichts. Eine Unfallrentenversicherung ist keine Empfehlung der Kanzlei Heidekamp.

• Risikosportarten oder wie gefährlich ist mein Hobby?
Ein weiterer Nachteil der privaten Unfallversicherung kann die Ausdehnung des Versicherungsschutzes für Risikosportarten sein. Diese sind für einen gewissen Aufpreis bei einigen Gesellschaften mit versicherbar. Ein Großteil aller Sportler leben (unfall)gefährlich, besonders Fußballer und Skifahrer. So hat eine Studie der Baden-Badener Unfallversicherung im Jahr 2009 ergeben, dass für 967 Sportschäden ein Gesamtaufwand von etwa 4,1 Mio. Euro geleistet wurde. Das sind immerhin über 4.200 Euro pro Schaden.

Beispiel eines Versicherer (Baden-Badener), besonders Fußballer und Skifahrer sind gefährdet:
39% = 379 Fußballunfälle (höchste Schadenaufwendungen pro Unfall)
28% = 267 Skiunfälle
  1% = Bergsteigen und Klettern
  3% = Auto- und Motorsport inkl. Rennsport, Rallyes
  4% = Schwerathletik inkl. Boxen, Ringen, Judo, Karate
  6% = Wassersport
  9% = alles übrige

Natürlich hängen die Schadenstatistiken von den Versicherungsbedingungen ab, einige Versicherer zahlen mehr und andere weniger oder gar nicht. Würde man jedoch eine Studie über alle Versicherungstarife zur Verfügung haben, würde die o.g. Zahl wohl wesentlich schrecklicher ausfallen. Besonders Kinderunfälle werden in der Kanzlei Heidekamp registriert. Eine Unfallversicherung ist sehr zu empfehlen als Ergänzung zu einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung und für Kinder so und so.

• Psychische Krankheiten
Psychische Krankheiten nach einem Unfall Ein weiterer Nachteil ist der Nachweis einiger seelischer Erkrankungen als Folge eines Unfalls. So haben Patienten große Schwierigkeiten, wenn sie erst nach einiger Zeit versuchen nachzuweisen, dass die psychische Erkrankung, unter der sie leiden, auf den Unfall zurück zu führen ist. Das Schlechte an psychischen Erkrankungen ist nun mal, dass sie sich mitunter erst nach Jahren manifestieren bzw. diagnostiziert werden. Die Versicherungsunternehmen argumentieren in solchen Fällen, dass die Ursache der seelischen Erkrankung nicht allein in dem Unfall liegen kann. Das bedeutet für Sie, Sie müssen ein Gerichtsverfahren samt Gutachter über sich ergehen lassen. Da das aber nur einen kleinen Teil von seelischen Erkrankungen betrifft, sollte es Ihre Entscheidung für eine Unfallversicherung nur unwesentlich beeinflussen. Es ist daher besonders wichtig, das man auf sehr gute Versicherungsleistungen schaut.


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